Samtige Blätter eines Philodendron melanochrysum mit hellen Adern, freigestellt vor hellgrüner Fläche, ein junges Blatt kupferbraun, Banner der Lexikonseite

Philodendron melanochrysum

  • Hell
  • Zimmerkultur mit erhöhter Luftfeuchte
  • Mittel
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Licht

Hell

Hell – direkt am Fenster oder bis etwa einen Meter daneben; von der Pflanze aus siehst du ein großes Stück Himmel.
Halbschattig – zwei bis drei Meter vom Fenster oder Nordfenster; du kannst dort tagsüber ohne Licht lesen.
Schattig – dunkle Ecke, Flur, Bad; zum Lesen würdest du das Licht anmachen.

Direkte Sonne

Keine

Verträgt sie – mehrere Stunden Sonne direkt auf den Blättern sind kein Problem.
Nur morgens/abends – Morgen- und Abendsonne ja, Mittagssonne verbrennt die Blätter.
Keine – direkte Sonne führt zu Blattschäden.

Wasser

Oberes Drittel abtrocknen

Gibt an, wie weit das Substrat zwischen zwei Wassergaben abtrocknen darf. Die Angabe bezieht sich immer auf das Substrat, das weiter unten genannt ist – in normaler Blumenerde bleibt es deutlich länger nass.

Luftfeuchtigkeit

Hoch (60-80 %)

Normale Wohnraumluft liegt bei 40 bis 60 Prozent, im Winter darunter. Dauerhaft hohe Luftfeuchte kann im Wohnraum Schimmel begünstigen – solche Arten gehören in eine Vitrine, nicht ins Schlafzimmer.

Kulturform

Zimmerkultur mit erhöhter Luftfeuchte

Zimmerkultur – normale Wohnraumbedingungen reichen.
Mit erhöhter Luftfeuchte – geht im Zimmer, braucht aber Unterstützung.
Vitrine empfohlen – im Zimmer möglich, aber langsam und heikel.
Terrarium oder Vitrine – für offene Zimmerkultur nicht geeignet.

Schwierigkeit

Mittel

Die Einstufung bezieht sich auf normale Wohnraumbedingungen. In einer Vitrine sind viele „anspruchsvolle" Arten unkompliziert.

Endhöhe

bis 200 cm

Richtwert für die Höhe, die die Pflanze in Zimmerkultur bei guten Bedingungen erreicht – nicht die Größe, die die Art in der Natur erreicht.

Wachstumstempo

Schnell

Orientierung unter guten Zimmerbedingungen, kein Versprechen. Licht, Luftfeuchte und Topfgröße beeinflussen das Tempo stark.

Die Art

Woran du Philodendron melanochrysum erkennst

Streich einmal mit dem Finger über ein Blatt. Es fühlt sich an wie Samt, und im Streiflicht blitzen darauf winzige goldene Pünktchen auf. Genau die stecken im Namen: melanochrysum heißt schwarzgolden.

Die Blattfläche ist dunkelgrün bis fast schwarz, die Unterseite heller. Die Form ist ein schmales Herz mit langer, schräg ausgezogener Spitze. Die Hauptadern sind hell, von Blassgrün bis Goldgelb, und liegen flach im Blatt statt als Rippen hervorzutreten. Der Blattstiel ist glatt.

Verwechselt wird sie am häufigsten mit 'Splendid'. Das ist eine Kreuzung aus melanochrysum und verrucosum, also keine eigene Art. Den Unterschied fühlst du am Stiel: verrucosum heißt warzig, und ihre Blattstiele sind rau und borstig besetzt. Ist der Stiel deiner Pflanze rau, steckt vermutlich verrucosum mit drin. Ein Beweis ist das nicht, denn Kreuzungen erben das Merkmal unterschiedlich stark. Auch 'Glorious' hat melanochrysum als Elternteil, der andere ist gloriosum.

Im Handel begegnet dir die Art manchmal als Philodendron andreanum. Nach Kew ist das ein Synonym, gemeint ist dieselbe Pflanze.

Philodendron melanochrysum in einem rosafarbenen, gesprenkelten Topf vor hellgrüner Fläche: lange, samtig dunkelgrüne Blätter mit hellen Adern, das obere Blatt kupfrig-bronzefarben

Steckbrief

Alle Angaben im Detail

Pflege: was bei dieser Art anders ist

Normale Wohnraumluft reicht den meisten Philodendren. Bei melanochrysum reicht sie oft nicht, und du siehst das zuerst am Neuaustrieb. Jedes neue Blatt schiebt sich aus dem Kataphyll, einem dünnen Niederblatt, das das eingerollte Blatt schützt und danach vertrocknet oder als Faser am Trieb stehenbleibt.

Ist die Luft trocken, klebt das junge Blatt in dieser Hülle fest und reißt beim Entfalten oder kommt verkrüppelt heraus. Heb die Luftfeuchte dauerhaft an, etwa mit einem Luftbefeuchter. Steckt ein Blatt schon fest, zieh nicht daran, sondern leg für ein paar Minuten ein warmes, feuchtes Tuch darum.

Allgemeine Pflege dieser Gattung
Substrat, Gießen und Düngen
Substrat
Luftig & durchlässig
Empfindlichkeit beim Gießen
Empfindlich gegen Nässe
Düngung
Mittel
Empfindlichkeit beim Düngen
Normal verträglich
Wuchs und Aussehen
Wuchsform
Kletternd
Rankhilfe
Nötig
Blattform
Herzförmig
Panaschierung
Natürliche Zeichnung
Endbreite
bis 100 cm
Blattlänge
bis 60 cm
Namen und Sicherheit
Deutscher Name
Schwarzgoldener Baumfreund
Im Handel auch als
Philodendron melanocrysum, Black Gold Philodendron
Botanische Synonyme
Philodendron andreanum
Giftigkeit
Giftig bei Verzehr

Über die Zeit

So entwickelt sich Philodendron melanochrysum

Ein neues Blatt öffnet sich kupfrig bis lachsrot und dunkelt über einige Wochen zu Samtgrün nach.

Die größere Verwandlung dauert Jahre. Junge Pflanzen tragen kleine, eher breite Herzblätter. Bekommt der Trieb einen Stab, an dem er sich mit Luftwurzeln festhält, fällt jedes neue Blatt länger und schmaler aus, bis es ein Vielfaches seiner Breite misst. Im Zimmer landen die meisten Pflanzen bei 25 bis 60 Zentimetern Blattlänge. Ohne Kletterhilfe bleibt sie dagegen in der Jugendform: kleine Blätter, lange Abstände dazwischen.

Zurückschneiden musst du sie nicht. Wird sie zu lang, nimmst du den Kopf als Steckling ab, so wie es auf der Gattungsseite beschrieben ist.

Herkunft

Wo Philodendron melanochrysum herkommt

Karte des Verbreitungsgebiets: Kolumbien hervorgehoben

Kew führt Philodendron melanochrysum als Kletterpflanze, die nur in Kolumbien vorkommt, im feucht-tropischen Biom. Beschrieben haben sie Jean Linden und Édouard André 1873. Kolumbianische Florenwerke verorten sie im Andenvorland von Antioquia, die Höhenangaben liegen bei 500 bis 800 Metern.

Für dein Zimmer heißt das: ganzjährig warm, ohne Winterpause. Dauerhaft unter 15 Grad sollte es nicht werden. Unter etwa 13 Grad stellt sie das Wachstum ein, und die Wurzeln werden anfällig für Fäulnis.

Verbreitungsangabe nach Plants of the World Online, Kew ↗

Nachgeprüft

Wo sich die Angaben zu Philodendron melanochrysum widersprechen

Wie viel Luftfeuchte braucht sie? Auf den vordersten Plätzen reichen die Angaben von normaler Raumluft bis zu 75 bis 85 Prozent. Der Widerspruch löst sich, wenn du fragst, woran gemessen wird: Überleben kann sie bei Zimmerluft, sauber entfalten sich neue Blätter erst darüber. Wir setzen deshalb Hoch (60 bis 80 Prozent).

Ähnlich bei der Blattlänge: Genannt werden 25 Zentimeter bis weit über einen Meter. Die großen Zahlen stammen von alten, kletternden Pflanzen am Naturstandort, die kleinen von Jungpflanzen. Im Steckbrief steht der Wert für das Zimmer.

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Philodendron melanochrysum mit großen, samtig dunkelgrünen, herzförmigen Blättern und goldbrauner neuer Austrieb, fotografiert vor hellem Hintergrund – die auffällige Blattstruktur und feinen hellen Blattadern betonen den luxuriösen Charakter dieser seltenen Zimmerpflanze.

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Grundlage

Worauf diese Angaben beruhen

  • Botanischer Name, Gültigkeit, Wuchsform, Verbreitung und Biom: Plants of the World Online, Royal Botanic Gardens Kew.
  • Erstbeschreibung: Linden & André, L'Illustration Horticole 20: 198 (1873). Synonym Philodendron andreanum Devansaye: World Checklist of Araceae, Kew.
  • Verbreitungskarte: World Checklist of Vascular Plants, Govaerts R. (Hrsg.) 2026, Royal Botanic Gardens Kew.
  • Höhenlage und Vorkommen in Antioquia: Catálogo de Plantas y Líquenes de Colombia (Bernal, Gradstein & Celis) und Useful Plants and Fungi of Colombia, beide über Plants of the World Online.
  • Blattform, Aderung, Farbe junger Blätter und der unbehaarte Blattstiel: Beschreibung nach Krause, Das Pflanzenreich (1913), über CATE Araceae. Die rauen, borstigen Blattstiele von verrucosum: gängige Artbeschreibung, auf die auch das Epitheton zurückgeht.
  • Bedeutung des Namens und die goldenen Pünktchen auf älteren Blättern: gängige Deutung des Epithetons, unter anderem in der englischsprachigen Wikipedia.
  • Elternschaft von 'Splendid' (verrucosum × melanochrysum) und 'Glorious' (gloriosum × melanochrysum): übereinstimmende Handelsangaben, nicht in einem Sortenregister belegt.
  • Steckenbleibende Blätter bei trockener Luft, Temperaturgrenzen und die Spannen bei Luftfeuchte und Blattlänge: Kulturangaben mehrerer deutsch- und englischsprachiger Händler und Pflegeseiten; die Widersprüche sind im Nachgeprüft-Block aufgelöst.
  • Endhöhe, Endbreite, Blattlänge und Wachstumstempo: zusammengeführte Handelsangaben für die Zimmerhaltung, noch nicht mit eigener Kulturerfahrung abgeglichen.

Eintrag der Art bei Plants of the World Online, Kew

Eintrag bei Plants of the World Online, Kew ↗

Einordnung Die Quellen widersprechen sich in Teilen - siehe Abschnitt oben